Manuel Dahme

Curriculum Vitae

Manuel Dahme wuchs in einer Musikerfamilie auf und kam so schon sehr früh in den direkten Kontakt mit der Musik. Mit fünf Jahren hatte er seinen ersten Klavierunterricht. Schnell hatte er große Freude an der Improvisation am Instrument und startete erste Kompositionsversuche. Mit 7 Jahren trat er dann der Kompositionsklasse von Claus Kühnl am Dr. Hochs Konservatorium in Frankfurt bei.

Wenig später erhielt Manuel Dahme noch Trompeten- und Orgelunterricht und wurde Mitglied im Landesjugendorchester Hessen, sowie dem Jugendbarockorchester Michaelstein, Bachs Erben.

Mit 16 Jahren erhielt er seinen ersten Cembalounterricht. Die ungewohnte Freiheit im Generalbassspiel und der wissenschaftliche Hintergrund bei der Arbeit mit historischen Quellen bestärkten ihn in seiner Entscheidung, Cembalo zu studieren.

2008 begann er sein Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt bei Susanne Kaiser. Nach dem Vordiplom verbrachte er ein Auslandssemester am Conservatoire Nationale Superieur de la Musique et Danse in Lyon in der Basso continuo-Klasse Yves Rechsteiner. Im Anschluss setzte er sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater München in der Cembalo- und Hammerflügelklasse von Christine Schornsheim fort. Nach dem künstlerischen Diplomabschluss vertiefte er seine Leidenschaft für das stilistisch differenzierte Generalbassspiel und die Kammermusik in einem Masterstudium für Generalbass und Ensembleleitung an der Schola Cantorum Basiliensis. Seine Lehrer waren Jörg-Andreas Bötticher, Andrea Marcon und Jesper Christensen, im Jahr 2015 schloss er das Masterstudium mit Auszeichnung ab.

Nach dem Abschluss arbeitete Manuel Dahme mehrere Jahre als Cembalokorrepetitor und Generalbasslehrer an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart und der Schola Cantorum Basiliensis und hatte einen Lehrauftrag für Cembalo und Generalbass an der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen inne.

 

Er ist desweiteren als Lehrer für historische Tasteninstrumente an der Musikschule Stuttgart tätig.

Um sich noch breiter aufzustellen und sein Interesse an der geistlichen Musik zu vertiefen, setzte Manuel Dahme seit 2018 seine Studien in einem Bachelor der Kirchenmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg fort. 2021 schloss er das Studium mit der Höchstnote im Hauptfach Orgel bei Prof. Carsten Klomp ab.

Zeitgleich zum Studienbeginn trat Manuel Dahme eine Stelle als Organist an der Petruskirche in Stuttgart-Gablenberg an und bringt so wöchentlich seine Musikalität im (passenden) litugischen Rahmen zu Gehör.

Neben seiner pädagogischen Arbeit ist Manuel Dahme künstlerisch mit verschiedenen Ensembles wie 'Munich Baroque', 'Aria Variata', 'Ensemble ContraPunct_us' und 'Alaudida' verbunden. Außerdem ist er immer wieder Gast in verschiedenen Orchestern und Opernhäusern, so beispielsweise an der Oper Frankfurt, dem Theater Freiburg, Stuttgarter Philharmonikern und dem Stuttgarter Kammerorchester.

 

Weitere musikalische Impulse erhielt er bei Meisterkursen mit u.a. Jean-Marc Aymes, Rinaldo Alessandrini, Luigi Fernando Tagliavini und Marco Mencoboni.

Die künstlerische und pädagogische Expertise wird ergänzt durch sein musikwissenschaftliches Interesse. Intensiv beschäftigte er sich beispielsweise mit der Generalbassschule des Stuttgarter Stiftsorganisten Philipp Jacob Böddecker. Im Januar 2018 veröffentlichte er seine kritische Ausgabe derselben zusammen mit Musik des Stuttgarter Hofmusikers Johann Albrecht Kress und füllte damit eine weitere Lücke im angewandten Quellenstudium (siehe unter Veröffentlichungen).

 

Rege Konzerttätigkeit in ganz Europa brachten ihn in große Säle, wie z.B. die Berliner Philharmonie, Philharmonie Köln, Stadtcasino Basel, Konzerthaus Dortmund und den Stefaniensaal in Graz.

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